mit Herz und Verstand

Praxis für Kleintiere Tierärztin Susanne Arndt

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von Kastration bis Knochenbruch

Das Fachgebiet der Chirurgie ist vielfälltig und befasst sich mit Erkrankungen in allen Regionen des Körpers, die durch einen operativen Eingriff behandelt werden können. Dabei wird in der Tiermedizin  meistens in die zwei großen Gruppen Weichteilchirurgie und orthopädische Chirurgie unterschieden.

 

Zur Weichteilchirurgie werden Eingriffe im Bauchbereich, also die Abdominalchirugie z.B. bei Kastrationen oder Kaiserschnitten, Tumoren, Fremdkörpern, Invaginationen des Darmes oder Magendrehungen gezählt. Eingriffe im/am Brustkorb (Thoraxchirugie) werden häufig nach traumatischen Verletzungen oder bei Tumoren notwendig. Dabei werden auch Bereiche der Unfallchirurgie gestreift. Von wiederherstellender oder plastischer Chirurgie ist die Rede bei der Versorgung größerer Verletzungen nach Bissverletzungen oder Verbrennungen.

 

Zu dem Gebiet der Knochenchirurgie und orthopädischen Chirugie zählen einserseits Eingriffe an den Knochen wie z.B. Frakturversorgungen und andererseits Schäden an Bändern und Gelenken wie der Kreuzbandriß. Da solche Verletzungen häufig durch Traumata hervorgerufen werden finden sich dabei oft zusätzlich ausgedehnte Schäden an Weichteilen und Muskulatur.

 

Alle Eingriffe finden unter einer an die jeweilige Notwendigkeit angepasste Anästhesie statt. Unter Allgemeinanästhesie oder Vollnarkose versteht man einen durch Anästhetika hervorgerufenen reversiblen Zustand der Bewusstlosigkeit (Hypnose), Muskelentspannung (Immobilisation, Relaxation) und Schmerzlinderung (Analgesie). Eine Lokalanästhesie hingegen beschränkt die durch Anästhetika hervorgerufene vollständige Ausschaltung der Schmerzempfindung auf bestimmte Regionen des Körpers, durch reversible Blockade der Nervenweiterleitung nach Auftragen oder Injektion von Lokalanästhestika/analgetika.